Was ist eine XML-Sitemap?

Unter einer Sitemap versteht man eine Auflistung von Webadressen, den sogenannten URLs, die auf einer Webseite verfügbar sind. Dabei kann eine Sitemap entweder alle URLs der Webseite enthalten oder nur einen beliebigen Ausschnitt. Durch die Verwendung einer Sitemap ist es Nutzern und Suchmaschinen möglich, mit nur einen Klick in jede beliebige Ebene einer Webseite zu springen. Somit ist sichergestellt, dass Suchmaschinen von der Existenz einer URL wissen, da es mindestens einen Verweis auf diese gibt.

Besonders in der Anfangszeit des Webs haben Sitemaps einen großen Vorteil bei der Suchmaschinenoptimierung gebracht, da zu diesem Zeitpunkt die Crawlingkapazitäten von Suchmaschinen noch längst nicht so hoch waren wie heute. Aus diesem Grund haben damals die Suchmaschinen nicht immer alle URLs eines Webauftritts abgesucht/gecrawled und unter Umständen wurden daher Inhalte nicht indexiert.

Im Idealfall listet eine Sitemap nicht nur die URLs auf, sondern zeigt auch die Hierarchie zwischen den einzelnen Adressen an. Grundsätzlich kann zwischen HTML- und XML-Sitemaps unterschieden werden.

HTML-Sitemaps

Sitemaps können in unterschiedlichen Dateiformaten abgespeichert werden. Zur häufigsten Form zählen die HTML-Sitemaps, die ihren Namen dem Dateiformat verdanken. HTML-Sitemaps werden normalerweise im Webauftritt verlinkt und sollen dem Nutzer dabei helfen, unterschiedliche URLs mit nur einem Klick zu erreichen. Auf unserem Webauftritt liegt die HTML-Sitemap unter dieser Adresse.

XML-Sitemaps

Eine XML-Sitemap ist vom Aufbau her unterschiedlich zu einer HTML-Sitemap und stellt das bevorzugte Dateiformat zur Verarbeitung einer Sitemap durch Suchmaschinen dar. Maßgebend sind dabei die Spezifikationen von www.sitemaps.org/de/, um Sitemaps richtig verarbeiten zu können.

Neben der URL (<loc>) können in der Sitemap noch weitere Informationen über eine URL übermittelt werden, beispielsweise das letzte Änderungsdatum (<lastmod>), die Änderungsfrequenz des Seiteninhalts der URL (<changefreq>) oder die Priorität (<priority>).

Beispielhaft hier der Aufbau einer XML-Sitemap:

<?xml version=“1.0″ encoding=“UTF-8″?>
<urlset xmlns=“http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9″>
   <url>
      <loc>httpd://www.trustagents/</loc>
      <lastmod>2014-10-08</lastmod>
      <changefreq>weekly</changefreq>
      <priority>1.0</priority>

   </url>
</urlset>

Bilder- & Video-Sitemaps

XML-Sitemaps können nicht nur die Indexierung von Webdokumenten sicherstellen, sondern auch zur Übermittlung von Bildern und Videos genutzt werden. Für diese Dateitypen gibt es gesonderte Anforderungen an den Inhalt einer Sitemap. Aber auch optionale Felder sind vorhanden. So können im Falle von Bildern beispielsweise eine Bildunterschrift oder ein -titel übermittelt werden. Alle weiteren Informationen zu diesem Thema finden Sie hier oder in unserem Fachbuch Technisches SEO.

Einen englischsprachigen Guide für Video-Sitemaps finden Sie unter dieser URL.

Sind Sitemaps zwingend notwendig?

Sofern man über eine durchdachte Informationsstruktur auf seiner Seite verfügt, ist eine Sitemap kein Muss, allerdings schadet es auch nicht, eine solche einzusetzen. Bei vielen der gängigen Content-Management-Systeme (CMS) und Shopsyteme ist eine Funktion zur Erstellung einer Sitemap bereits enthalten. Wenn Sie eine Sitemap ohne großen Aufwand erstellen können, empfiehlt es sich, eine solche zu erstellen und Suchmaschinen bekannt zu machen. Auch im Web gibt es eine Reihe von Programmen und Websites, die bei der Erstellung einer (XML-)Sitemap behilflich sind.

XML-Sitemaps bei Suchmaschinen anmelden

Um eine Sitemap allen Suchmaschinenrobots bekannt zu machen, sollte in die robots.txt ein Verweis auf die Sitemap gesetzt werden. Der Aufbau sieht dabei wie folgt aus:

Sitemap: Speicherort der Datei

Eine alternative Methode ist die Verlinkung der Sitemap im Web oder die Anmeldung der Sitemap in den Webmaster-Tools der Suchmaschinen. Durch die Dominanz Googles im deutschsprachigen Raum sind dabei die Google Webmaster Tools der wichtigste Vertreter. Dort können Sie unter „Crawling“ -> „Sitemaps“ Ihre Sitemap einreichen und auch testen.

Weiteres Wissenswertes zum Thema

  • Sitemaps nicht mehr als 50.000 URLs beinhalten & die maximale Größe ist auf 10 MB beschränkt.
  • Sitemaps können komprimiert und beispielsweise im .gz-Dateiformat eingereicht werden.
  • Die Erstellung eines Sitemaps-Index ist möglich. Dieser Index enthält die Adressen der einzelnen Sitemaps der Domains.
  • Sofern man die Sitemap bei Suchmaschinen anmeldet, kann man in den Webmaster Tools den Indexierungsstatus der Sitemap einsehen.
  • Sitemaps müssen nicht zwangsläufig nur URLs enthalten. Auch Bilder und Video-Sitemaps werden von Suchmaschinen unterstützt.

Mehr Informationen zu Sitemaps erhalten Sie auch in der Google Hilfe