Unnatürliche Links

Die Nachricht über unnatürliche Links gehört zu den am meisten gefürchteten Nachrichten, die man als Webmaster über die Google Webmaster Tools erhalten kann. Sie haben die Nachricht erhalten? Wir sagen Ihnen, wie Sie vorgehen sollten.

Nach dem ersten Schock: Welche Nachricht haben Sie erhalten?

Die Meldung über unnatürliche Links gibt es in drei verschiedenen Varianten:

Speziell die Unterscheidung zwischen „Unnatürliche Links zu Ihrer Seite“ und dem Zusatz „Auswirkung auf die Links“ ist wichtig. Denn wenn Google die manuelle Maßnahme auf die eingehenden Links beschränkt, ist der negative Einfluss auf die Rankings eher gering.

Desweiteren ist zwischen unnatürlichen eingehenden und ausgehenden Links zu unterscheiden: Hat Google Ihnen die Nachricht wegen Linkkauf oder -verkauf geschickt?

Was sind mögliche Gründe für eine solche Nachricht?

Die Steigerung der Domainpopularität ist ein veritabler Hebel, um das Ranking einer Website zu verbessern. Im Gegensatz zu Webmastern sieht es Google natürlich nicht gerne, wenn aktiver Linkaufbau betrieben wird. Aus diesem Grund ist der Aufbau von Links unter den Webmaster Richtlininen als Verstoß gegen diese genannt.

Sofern Google der Ansicht ist, dass sich eine Website aktiv am Linkkauf oder -verkauf beteiligt, kann eine manuelle Maßnahme verhängt werden. Anhaltspunkte für Google können dabei besonders die Qualität der linkgebenden Seiten sowie die verwendeten Ankertexte sein (hier unsere Tipps zu natürlichen Linktexten).

Unnatürliche eingehende Links

Sofern Google eingehende Links anmahnt, sollten Sie sich einen umfassenden Überblick über Ihr Backlinkprofil verschaffen. Mögliche Datenquellen sind neben eventuell vorhandenen eigenen Listen Tools wie MajesticSEO, ahrefs.com oder die Linkdaten der Google Webmaster Tools. In manchen Fällen gibt Google innerhalb der Nachricht zur manuellen Abstrafung auch Beispiellinks an.

Nachdem Sie eine möglichst umfassende Übersicht über auf Ihre Website verweisende Links erstellt haben, sollten Sie diese unter anderem nach folgenden Punkten untersuchen:

  • Kommen einzelne Ankertexte gehäuft vor?
  • Welche Seiten des eigenen Webauftritts werden angelinkt?
  • Treten einzelne Linkquellen wie Foren gehäuft auf?
  • Sind die Links natürlich entstanden?
  • Kommt die Verlinkung von einer als hochwertig zu betrachtenden Domain?

Versuchen Sie immer, die von Ihnen als unnatürlich eingestuften Links vollständig zu entfernen. Sofern dies nicht möglich ist, können Sie auf das Disavow-Tool von Google bzw. Bing zurückgreifen. Trust Agents kann Sie durch einen Link Audit bei der Bereinigung des Linkprofils unterstützen.

Unnatürliche ausgehende Links

Auch Linkverkäufer sind verstärkt auf Googles Agenda geraten. Anlass zur Annahme, dass Ihre Website unnatürliche ausgehende Links enthält, können speziell Links mit expliziten Ankertexten wie „Immobilie Berlin“, „SEO“ oder „Mode online“ sein. Aber auch fehlende Relevanz zwischen Linkquelle und Linkziel ist ein Aspekt.

Auch bei einer manuellen Maßnahme wegen ausgehender Links sollten Sie sich einen umfassenden Überblick über Ihr Backlinkprofil machen. Betrachten sollten Sie aber natürlich nicht die eingehenden, sondern die ausgehenden Links. Dabei hilft Ihnen ein Tool wie ahrefs.com. Im Blog finden Sie einen detaillierten Artikel über unnatürliche ausgehende Links

Was bedeutet eine manuelle Maßnahme für meinen Traffic?

Grundsätzlich ist eine manuelle Maßnahme aufgrund von Anomalien im Linkprofil nicht schön. Der Einfluss auf den Traffic lässt sich allerdings schwer pauschal abschätzen. In Ihrem eigenen Interesse sollte Ihnen jedoch viel daran gelegen sein, einen natürlichen Eindruck auf Google und andere Suchmaschinen zu erwecken.

Sofern sich die Nachricht auf „unnatürliche eingehende Links“ ohne den Zusatz „Auswirkung auf die Links“ bezieht, sollten Sie schnellstmöglich Gegenmaßnahmen wie Linkabbau ergreifen. Überlegen Sie zudem, ob Sie das Disavow Tool einsetzen müssen. Die Stellung eines Reconsideration Request ist in diesem Fall dringend anzuraten.