Google Panda Update

Am 23.02.2011 erhielten die Tiernamen zum ersten Mal Einzug in die Chronologie der Google Updates: Google Panda wurde auf dem US-amerikanischen Markt ausgerollt. Gleichwohl der Assoziationen mit einem Pandabären ist der Name des Updates zurückzuführen auf den Ingenieur Navneet Panda, der die umfassende Änderung am Google Ranking-Algorithmus entwickelt hat.

Wie funktioniert Google Panda?

Bei der Entwicklung handelt es sich um einen Filter, der, angewendet auf den gesamten Google-Index, Websites auf Ihre Qualität prüft und gegebenenfalls abwertet. Auf der Berechnungsgrundlage des angewendeten Filters als negativ bewertete Websites rutschen in den Google Rankings nach unten, positiv bewertete Websites hingegen auf die oberen Ränge. Google verfolgt damit das Ziel, den Usern in der Google-Suche vorwiegend Suchergebnisse für Websites mit qualitativ hochwertigem Content auszugeben. Im Gegensatz zu früheren Algorithmus-Optimierungen beziehen sich die Änderungen also auf die Website als Ganzes, nicht nur auf die einzelnen Unterseiten.

Welche Kriterien berücksichtigt Google Panda?

Seit der Einführung des Panda Updates liegt der Fokus bei der inhaltlichen Gestaltung von Websites auf deren Einzigartigkeit und Qualität. Die Verwendung von originalen Inhalten („unique content“) setzt voraus, dass diese nicht von anderen Inhalten kopiert bzw. dupliziert wurden („duplicate content“) und möglichst passend und hilfreich für den User sind. Dazu gehört auch eine inhaltlich passende Gestaltung der Meta-Informationen (Seitentitel und Meta-Beschreibung) sowie ein sinnvoller Einsatz der Keywords auf den einzelnen Seiten nach semantisch korrekter Auffassung. Das sogenanntes „Keyword-Stuffing“, also der gesteigerte Einsatz desselben Keywords ohne semantische Relevanz, wird als deutlich negatives Merkmal gewertet, genau wie inhaltliche oder formale Fehler, Typos und Rechtschreibfehler. Ebenfalls abgewertet wird eine hohe Anzahl an „boilerplate content“, also gleichen Textmustern und Links auf verschiedenen Seiten. Eine hohe Absprungrate („bounce rate“) sowie lange Ladezeiten und in erhöhtem Maße platzierte Werbeanzeigen können die Bewertung einer Seite durch Google Panda weiterhin negativ beeinflussen. Die Usability und Accesibility spielt ferner eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Die Macht des Pandas

Nachdem das Update zunächst auf dem US-Amerikanischen Markt eingeführt wurde, waren ab dem 15.08.2011 deutschsprachige Websites davon betroffen und inzwischen ist Googe Panda ein fester Bestandteil in der Google Update-Chronologie (siehe Übersicht; Quelle: SISTRIX). Websites, die durch das Panda Update abgewertet wurden und dadurch einen möglichen Einbruch in der Sichtbarkeit sowie einen Absturz und/oder Verlust an (zuvor guten) Keyword Rankings verzeichnen mussten, werden von Google dazu angehalten, ihre Inhalte im Hinblick auf die Google Guidelines zur Schaffung von „High Quality Content“ (Quelle: Google) zu optimieren und erhalten somit die Chance, wieder in den sichtbareren Bereich der SERPs zu rutschen und infolge dessen den User mit einer aus Usability-Sicht hochwertig optimierten Websites und hilfreichen Inhalten zu überzeugen.