Recap: AllFacebook Marketing Conference 2015

Remember, remember the 5th of November! Allseits bekannt für Guy Fawkes und die sogenannte Pulververschwörung an der englischen Regierung. Doch an diesem Tag fand auch die AllFacebook Markting Conference im Estrel an der Sonnenallee in Berlin statt. Um 9 Uhr fiel der Startschuss für die 5. Konferenz hier in der Hauptstadt.

Florian Renz – Reichweite und kurzfristige Wirkung von Facebook mobile gegenüber klassischen Medien

Den Einstieg machte Florian Renz von der GfK mit seinem Vortrag im großen Saal über die Wirkung von digitalen Plattformen wie Facebook, Instagram, Whatsapp oder Twitter und wie der Erfolg gemessen wird. Zu Beginn verdeutlichte Florian, dass es in Deutschland 43.46 Millionen Unique User dieser Plattformen gibt. In der Altersgruppe von 14 bis 29 beispielsweise nutzen 89 % Facebook, 86% Whatsapp (für welches auch die meiste Zeit verwendet wird), 56 % den Facebook Messenger und 26 % Instagram. Wie können Unternehmen diese Zahlen nun für Ihr Ziele nutzen und vor allen Dingen – wie wertet man dies am besten aus?

Die Messung und Analyse bestimmter Kampagnen auf Desktop und mobilen Devices benötigt eine genau abgestimmte Zusammenarbeit von Facebook, einem sicheren Drittanbieter und der Agentur selbst. Über die Auslesung des Quellcodes und der Übermittlung von UserIDs und LoginDaten von Facebook, kann der sichere Drittanbieter eine Liste erstellen, mit welcher dann die Kampagne nach sozialen Plattformen ausgewertet werden kann. Durch diese enge Zusammenarbeit im Bereich der Bereitstellung und Auswertung ergeben sich, laut Florian Renz, weniger Streuverluste und die Ergebnisse sind schneller und besser skalierbar.

Zum Abschluss erklärte Florian noch, dass mobile Werbung auf Facebook im Schnitt immer teurer ist, als bei Werbung im Desktop Newsfeed von Facebook. Dies resultiert aus dem Grund, da es im Bereich der mobilen Nutzung des Netzwerkes mehr Nutzer gibt, als im Desktop Segment.

Jan Firsching und Andreas Bersch – Instagram Kampagnen – golden rules & brilliant cases.

Weiter ging es dann für mich mit dem Thema Instagram. Eine Plattform die immer mehr und mehr Zuspruch von allen Seiten im Bereich des Marketings bekommt. Facebook integriert aktuell immer mehr Anzeigen über das hauseigene Tool in den Instagram Feed. Intensiven Nutzern der App sind diese Änderungen sicherlich nicht unbekannt geblieben.

Mit der Aussage „2017 ist Instagram das Facebook von heute“ leitete Jan Firsching in seinen Part des Vortrags ein und zeigt auf, welche goldenen Regeln es für eine Marketing Strategie auf Instagram zu beachten gibt.

  1. Instagram Content & Bildsprache
  • Stock Fotos haben auf Instagram nichts zu suchen
  • Produkte finden hier einen guten Platz zur Präsentation
  • Motive sollten, neben den Produkten, jedoch im Vordergrund stehen
  1. Instagram ist eine große Community
  • Reposts von Marken sind ein starkes Mittel des Engagements für den Nutzer
  • User Generated Content lässt sich spielerisch einsetzen
  1. Einsatz von Instagram Features
  • Quiz (wie z.B. Hyundai Quiz mit verschiedenen Accounts) – langfristig ist diese Methode doch sehr aufwendig und die Accounts werden danach nicht mehr bespielt
  • Tags können als Alternative zur gegenseitigen Verlinkung von Konten auf Instagram genutzt werden
  • Exklusive Infos durch Influencer oder Markenführern via Instagram Direct Messenger
  • Hashtags sollten zwar benutzt, aber nicht verbraucht werden
  1. Gezielter Einsatz von Instagram Anzeigen
  • Die richtigen Nutzer mit der richtigen Botschaft erreichen
  • Kein planloses Schalten, sondern Targetingoptionen voll ausschöpfen
  1. Reichweite und Content durch Influencer
  • Influencer erstellen gute Inhalte, deshalb sollten diese mit „ins Boot“ geholt werden
  • Tierische Influencer werden immer beliebter

Jan und Andreas beendeten die Präsentation mit den Leitfragen für das Influencer Marketing, welche ihr unten bei den Slides findet. Außerdem sollte es die Aufgabe der Marketer in 2016 sein, das Medium „Snapchat“ besser zu erforschen und zu nutzen.

Ben Harmanus – Wieso du noch heute deinen Facebook Ads die DNS deiner Landing Page verpassen musst

BenHarmanus1Von der kanadischen Online Marketing Firma UnBounce, welche sich mit dem Erstellen und der Optimierung von Landing Pages befasst, hatte in diesem Vortrag Ben Harmanus das Wort. Er beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Facebook Anzeigen, den verlinkten Landing Pages und welche Ansprüche diese erfüllen müssen, damit die Erwartungshaltung der Besucher übereinstimmt.
BenHarmanus2Oftmals stimmen die Elemente, welche in der Facebook Anzeige verwendet werden, nicht mit den auf der Landing Page überein. Das führt dazu, dass der Besucher eine Erwartungshaltung mitbringt, welche auf der Landing Page nicht bedient werden kann. Da er durch die unterschiedliche Darstellung der beiden Objekte in eine Art Bedrängnis gerät, hat der Besucher nun zwei Möglichkeiten. Entweder passt er sich dem neuen Umstand an, oder er lässt es und klickt sich einen Ausweg aus dieser Situation.
BenHarmanus3Wenn Facebook-Anzeige und Landing Page nicht einheitlich zusammenarbeiten, führt dies zu einer Reihe von Conversion-Killern. Die Lösung hierfür heißt: Message Match. Das bedeutet, dass Elemente, die in der Anzeige benutzt werden, auch auf der Landing Page auffindbar sind. Wird in der Anzeige ein sog. „Hero-Shot“ verwendet, um das Produkt oder die Dienstleistung genau darzustellen, sollten diese Elemente auch auf der Landing Page verwendet werden (Bsp.: siehe Bild – Hero-Shot Element ist das Handy mit dem SMS-Verlauf).

Zudem sollten immer nur dedizierte Landing Pages angelinkt werden, um den User nicht mit zu vielen Informationen auf einmal zu überlasten. Denn jede Ablenkung steigert die Aufmerksamkeits-Rate und schadet der Conversion Rate.

Beendet wurde der Tag im großen Saal mit einem kritischen Vortrag von Marcus John Henry Brown, welcher den Namen „The Parallel“ trug. Dabei handelte es sich um eine von Marcus John Henry erdachte Dystopie rund um Shopping Roboter und wie diese uns das Leben in der Zukunft erleichtern können. Unter dem Namen „MyFace“ stellte er sein Konzept mit sarkastischen Leitsätzen vor, wie zum Beispiel „MyFace has only one aim – the aim of MyFace is growth at all and any costs“ oder „MyFace is a system of interconnected idiocy“. Der Satz „MyFace is Orwell’s versificator come true“ beschrieb das ganze Leitbild Brown’s Dystopie dann am Besten. Während Brown nun seine Idee in mitreißender Leidenschaft erläuterte, übernahm hin und wieder sein Algorithmus RACHEL (das Herzstück von MyFace) die Präsentation, schaltet Brown’s Mikrofon stumm und redete auf uns, die Zuschauer, mit einer einnehmenden Roboterstimme ein. Nach und nach wurde immer deutlicher, zu was RACHEL fähig ist bzw. fähig sein wird. Bestellungen automatisch auslösen, Zugriff auf alle Bank- und Kontodaten, Kontakte und vieles mehr könnten frei und zu jeder Zeit von RACHEL verwaltet, geändert oder missbraucht werden. Deutlich wurde, dass ein solcher Prozess nun schon lange keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern sich gerade jetzt stetig weiterentwickelt und ausbaut. Marcus beendete seine Präsentation mit der rhetorischen Frage „So, what could possibly go wrong…?“

Alles in allem war er es ein spannender Tag, mit viel Kaffee, gutem Essen und sehr vielen Learnings.

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