Paginierung in Online-Shops optimieren

Und weiter gehts beim Thema Paginierung: Nachdem wir Anfang der Woche das Thema grundsätzlich angerissen haben, möchte ich heute kurz ein paar Best-Practices und Überlegungen vorstellen. Heute geht es nicht um die Frage Index oder Noindex, sondern wie man durch Paginierung entstehende Seiten (besser) für den eigenen SEO-Erfolg nutzen kann.

Anzahl der angezeigten Produkte pro Seite

Eigentlich schon zu trivial um wahr zu sein: Allein durch die Anpassung der pro Seite maximal anzuzeigenden Produkte nimmt man einen gehörigen Einfluss auf die Informationsstruktur einer Website. Die Frage, ob es 13*4=52 Produkte pro Seite sein sollen oder 25*4=100, macht am Ende einen riesigen Unterschied aus. Nehmen wir ein Inventar von 600 Produkten an, ergeben sich entweder 12 oder nur 6 Seiten.

Sofern es keinen negativen Einfluss auf z.B. die Conversionrate hat, darf aus SEO-Sicht auch gerne mal über eine Erhöhung der maximal anzuzeigenden Produkte nachgedacht werden.

Wieso statisch? Dynamische Anpassung der anzuzeigenden Produkte

Folgendes Szenario: Standardmäßig werden bis zu 60 Produkte pro Seite angezeigt, in einzelnen Kategorien kommen aber insgesamt nur 64 Produkte vor. Macht es in solchen Fällen nicht auch aus Usability-Sicht Sinn, diese 4 Produkte ebenfalls auf Seite 1 anzuzeigen? Die Anzahl der anzuzeigenden Produkte also zu dynamisieren?

Paginierung Seite 2 wenig Produkte

Hier kann man für sich persönlich gerne selbst Schwellwerte festlegen, beispielsweise 10%. Besonders bei stark fluktuierender Produktanzahl spart man sich dadurch auch gleich die immer wieder temporär aufpoppenden 404-Fehler, die durch das „abschalten“ der zweiten Seite entstehen.

Interne Verlinkung

Wie häufig bist du bereits von Seite 1 auf Seite 3 gesprungen? Oder von Seite 5 auf Seite 8 von 25? Also wieso die nächsten 10 Seiten direkt miteinander zu verlinken? Für Besucher und Crawler gibt es mit Sicherheit interessante Seiten, die angelinkt werden sollten. Tobias Schwarz von strucr.com hat hier ein paar Anregungen für euch, wie man die interne Verlinkung der Paginierung optimieren kann. Wer sich zum Thema logarithmische Paginierung vertiefend einlesen möchte, sollte mal hier vorbeischauen.

Eine schöne Möglichkeit, um auch beliebige Zwischenschritte anzubieten, könnte so aussehen:

Paginierung Direkteinstieg

Diese „Sprünge“ stellen zwar keine für Suchmaschinen interpretierbare Navigationsmöglichkeit, bieten dem Nutzer aber die Möglichkeit, sehr schnell auf (warum auch immer) eine bestimmte Unterseite zu springen.

„Feinere“ Klassifizierung von Produkten

Auch durch eine feinere Unterteilung von Produkten in unterschiedliche Kategorien kann man zumindest der Paginierung Herr werden. Das kann natürlich andere Nachteile haben (z.B. neue URLs oder zusätzliche „Tiefe“ der Webseitenstruktur), bietet aber die Möglichkeit, weitere relevante Zielseiten für bisher nicht angegangene Keywords zu erstellen.

Wie bereits angesprochen: Paginierung auf eigenes Keyword optimieren

Bereits im ersten Teil zum Thema angesprochen, können paginierte URLs auch dazu verwendet werden, auf ein eigenes Keyword optimiert zu werden. Bei vielen Content Management Systemen ist eine „Ansprache“ von paginierten Seiten nicht vorgesehen.

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