Meine Google Webmaster Tools Wunschliste

Bereits mitbekommen: Google hat die Navigation der Google Webmaster Tools komplett auf links gezogen. Anstatt der Unterteilung in „Konfiguration“, „Status“, „Zugriffe“, „Optimierung“ und „Google Labs“ befinden sich heute die Punkte „Darstellung der Suche“, „Suchanfragen“, „Google-Index“, „Crawling“, „Malware“, „Zusätzliche Tools“ in der Navigation.

An den Funktionen ändert sich erstmal nichts, aber dankenswerterweise darf ich jetzt die Struktur meines Google Webmaster Tools E-Book an die neuen Gegebenheiten anpassen 🙂 Doch es soll in diesem Artikel gar nicht um mein Leid gehen, sondern um ein paar Funktionen, die ich sehr gerne in den Google Webmaster Tools finden würde:

kaputter Google Bot

1. Herunterladbarer Indexierungsstatus

Ich bin Google sehr dankbar, dass es innerhalb der Google Webmaster Tools detaillierte Informationen über den Indexierungsstatus einer Website gibt. Auch die Statistiken über „jemals gecrawlten URLs“ sind eine super Information. Doch was ich doch sehr vermisse ist eine Möglichkeit, eine Liste aller indexierten Inhalte herunterzuladen. Denn was bringt es mir, wenn ich weiß, dass statt 30.000 auf einmal 1.000.000 Seiten im Index sind, wenn ich mir erst mühsam zusammensuchen muss, welche Inhalte dies sind.

2. Benachrichtigung, sobald ein Bestätigungsschlüssel ausgebaut wurde

Folgendes Szenario: Jemand ganz gewieftes hat die Website eines Bekannten nicht nur als Linkquelle für seine Schmuddelgeschäft benutzt, sondern pfiffigerweise auch gleich den Google Webmaster Tools Bestätigungsschlüssel ausgebaut, damit keine Malware-Meldung in den Posteingang flattert. Da der Webmaster nicht regelmäßig in sein Webmaster Tools Konto schaut und auch die Website nicht der Hauptfokus seines Lebens war, blieb die Infizierung lange Zeit unbemerkt. Eine kurze Mail, sobald der Bestätigungsschlüssel entfernt wird, tut den meisten Webmastern sicher nicht weh.

3. Mehr Informationen über den Indexierungsstatus der Sitemap

Als ich das erste Mal mehr indexierte als eingereichte Seiten unter den XML-Sitemaps verzeichnet sah, dachte ich mir: Yes, durchgespielt. Leider ist es in der Regel andersherum: Der Indexierungsstatus ist geringer als die Anzahl an eingereichten Seiten – hier wäre es doch schön, wenn ich schnell sehen könnte, welche URLs das betrifft.

4. Indexierungsstatus für Bilder

Und weiter geht es mit dem Indexierungsstatus: Innerhalb der XML-Sitemaps kann für z.B. Bildersitemaps bereits die Information abgelesen werden, wie viele Bilder ihren Weg in den Index gefunden haben. Aber wie viele und welche Bilder insgesamt indexiert wurden, sehe ich leider nicht.

5. Usability: Lasst es mich doch bitte anklicken

Worüber ich mich jedesmal aufrege ist der Bereich „URL-Parameter“. Hier sehe ich nicht nur, wie viele parametisierte URLs Google gecrawlt hat, sondern auch ein paar Beispiel-URLs. Blöd ist an der Sache nur, dass die Beispiel-URLs keine Links sind: Was bleibt mir also? Den URL-look-alike markieren, kopieren, auf die Startseite der Domain wechseln und URL einfügen – super unhandlich!

6. Interne Links: Google, siehst du wirklich meine Domains so?

Stirnrunzelnd blicke ich auf den Bereich interne Links und suche meine Startseite vergebens unter den Top25 Linkzielen. Wo ist sie? Verlinke ich wirklich häufiger auf komische Unterseiten als auf meine Startseite? Bewertet Google meine Website anhand der hier gezeigten Daten? Oder ist alles nur ein Test? Ein paar mehr Daten wären hier sooo schön.

7. Letzte Links: Ankertext und Linkziel, wo seid ihr?

Über die Backlinkdaten innerhalb der Webmaster Tools habe ich bereits geschrieben und es gibt durchaus Anwendungsfälle für deren Verwendung. Doch eins nervt: Warum sehe ich nur die Linkquelle und das Datum der ersten Erkennung, aber nicht den Ankertext geschweige denn das Linkziel?

8. Mit 91 Tagen, da fängt das Leben an

Gut, ich kann mir historische Daten archivieren, aber wenn man neu zu einem Projekt stößt, stehe man oft vor der Situation, dass die alten Daten einfach nicht gespeichert wurden. Also was jetzt? Für die Zukunft lernen oder Google davon überzeugen, dass ein längerer Zeitraum wirklich hilfreich wäre?

9. Mehr Funktionen für die API

Zugegeben: APIs sind nicht jedermanns Sache aber die Daten die jetzt über die API zu bekommen sind, sind im Vergleich zum Funktionsumfang insgesamt sehr dürftig. Hier fällt mir direkt ein: Was war nochmal der Grund, weshalb im Backend nur noch 1.000 Crawling-Fehler einsehbar sind? Und warum gibt es beim Herunterladen bzw. Erstellen großer Datenfeeds immer wieder Probleme?

10. Suchbegriffe ohne URL: Sehr kreativ

Ja, es gibt auch Länder in denen es kein Sistrix, Searchmetrics, SEOlytics & Co. gibt, aber nicht nur dort hat der Suchanfragen-Export eine Daseinberechtigung. Während im Backend zu den Suchbegriffen auch die Ziel-URL angezeigt werden kann, fehlt diese im Export. Schade eigentlich 🙂


Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Ideen schwirren mir durch den Kopf. Wie ist es bei euch? Welche Funktionen würdet ihr sehr gerne in den Webmaster Tools finden? Was nervt euch? Ich freue mich auf euer Feedback!

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Kommentare (3)

  • Hakan Cengiz Antworten

    Sprichst aus meiner Seele danke für deine Gedanken

  • Tim Antworten

    Schöner Artikel, Stephan! Hoffentlich liest auch jemand von Google mal diese Wunschliste, dann würden sich die Webmaster Tools schon bald ein wenig positiver verändern. 😉

  • Thomas Reinsch Antworten

    Deine Wunschliste ist sehr gut, die wäre eine Änderung in den Google Webmaster Tools wert gewesen, anstatt dessen wird die Navigation einfach ein bisschen verändert.

    Am meisten nervt mich das mit dem Indexierungsstatus der Sitemaps, da werden halt immer einige Seiten nicht indexiert. Die Kunden fragen natürlich, warum werden nicht alle indexiert, welche sind denn nicht indexiert worden.

    Außerdem würde mich mal interessieren, wie genau die Klickzahlen unter Suchanfragen sind und natürlich ist es unschön, dass nur Daten für die letzten 90 Tage gezeigt werden.

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