Google Search Console Dateninterpretation & API

Zur OMX 2015 (hier unser OMX Recap) durfte ich einen Vortrag über die Google Search Console beisteuern. Im ersten Moment ein etwas undankbares Unterfangen: Denn was soll ich in einem Hardcore Track über ein Anwendungsprogramm schon großartig Neues erzählen?

Aus meiner Sicht ist es leider so, dass viele Webmaster das Potenzial der Google Webmaster Tools bei Weitem nicht ausschöpfen. Entweder wird überhaupt kein Blick auf die Daten geworfen, oder diese werden nicht (richtig) interpretiert. Zeit also, dass zu ändern:

Hier ein paar der wichtigsten Aussagen aus meinem Vortrag:

  • Crawling-Kosten: Jeder Seitenaufruf kostet Google (und euch) bares Geld. Geht mit Crawling-Ressourcen sparsam um.
  • Domain- vs. Seitenaggregation: Bei Einschränkung der Suchanalayse auf „Seiten“, werden Klicks und Impressionen pro URL erhoben, weshalb die Daten tendenziell höher sind also in der Betrachtung nach Suchanfragen. Beispiel: Werden von meiner Domain für „Brandname“ 3 URLs angezeigt (z.B. via Sitelinks), habe ich 1 Keyword-Impression, aber 3 URL-Impressions. Klickt ein Nutzer auf alle 3 URLs, habe ich bei Betrachtung der Suchanfrage 1 Impression und 1 Klick, bei Betrachtung auf URL hingegen 3 Impressionen und 3 Klicks. Das Suchvolumen ist allerdings 1.
  • Womit ranke ich: Schaut nicht nur, ob ihr für ein Keyword gefunden werdet, sondern mit welcher Seite. Sind z.B. Produktdetailseiten bei stark nachgefragten Themen die passenden Einstiegseiten?
  • Sitelinks finden: Haben mehrere URLs für dasselbe Keyword eine ähnliche Anzahl an Impressions, dann handelt es sich wahrscheinlich um Sitelinks.
  • Filterkombination: Nutzt die Filteroptionen der Suchanalyse, um z.B. Trafficdaten für einzelne Seitentypen oder Brand / Non-Brand zu erhalten.
  • Datenextraktion: Mit „Analytics Edge“ kann die Suchanalyse-API einfach angesprochen werden. Kombiniert die verschiedenen Filter, um an mehr Daten zu kommen.
  • Mehr Daten: Verifiziert wichtige URL-Strukturen, um die Datenlimits im Frontend zu umgehen.
  • Mobile-Friendly: Nicht Google fordert es, sondern eure Nutzer!

In der täglichen Arbeit mit Google Webmaster Tools ist es enorm hilfreich, wenn man sich den Einstieg ins Tool so einfach wie möglich macht. Aus diesem Grund möchte ich euch zwei Bookmarklets mit an die Hand geben, die euch schneller in die Webmaster Tools führen.

Um die Bookmarklets zu kopieren, zieht den Button einfach in eure Bookmarkleiste (oder kopiert den Code).

Hostname in Google Webmaster Tools öffnen

javascript:void(window.open(%27https://www.google.com/webmasters/tools/dashboard?hl=de&siteUrl=%27+window.location.protocol+%27//%27+window.location.hostname,%27_blank%27));
WMT

Aktuelle URL an „Abruf wie durch Google“ übergeben

javascript:javascript:var%20url=window.location.pathname;url=url.slice(1,url.length);window.open(%27https://www.google.com/webmasters/tools/googlebot-fetch?hl=de&siteUrl=%27+window.location.protocol+%27//%27+window.location.hostname+%27&path=%27+url);void(0)
WMT Abruf

Wer auf der Suche nach mehr Bookmarklets und SEO-Browserplugins ist, der sollte sich diesen Artikel nochmal ansehen.

Weitere Informationen, wie Google Webmaster Tools zur Optimierung von Websites eingesetzt werden kann, liefere ich in meinem Buch „Suchmaschinenoptimierung mit Google Webmaster Tools“ (direkt zu Amazon.de).

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