Google AdWords Seller Extensions in der Übersicht

In der Google-Suche kommt es nicht unbedingt darauf an, unter den Top-Ergebnissen gesehen, sondern gefunden und angeklickt zu werden, denn die gewünschte Aktion findet i.d.R. erst auf der Website statt. Google bietet für AdWords-Anzeigen eine Vielzahl an sogenannten „Seller-Extensions“ an, mittels derer man die Aufmerksamkeit auf die eigene Anzeige ziehen kann. Heute möchten wir einen Überblick geben, welche Anzeigenerweiterungen es gibt, wie man sie bekommt und welche Tipps & Tricks man anwenden kann.

Verkäuferbewertungen

Verkäuferbewertungen in AdWords Anzeige

Verkäuferbewertungen sind die mit am bekannteste Anzeigenerweiterung bei Google AdWords. Bereits im Juni 2010 hat Google diese Funktion vorgestellt. Nachdem es lange Zeit so war, dass mindestens 30 Bewertungen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,0 Sternen benötigt wurden, um die Sterne anzeigen zu lassen, hat Google im September 2012 diese Richtlinien angepasst. Die offiziell „Seller ratings extension“ genannte Funktion ist jetzt nur noch verfügbar, wenn mindestens 30 Bewertungen (Durchschnitt 4.0) innerhalb der letzten 12 Monate abgegeben/gefunden wurden.

Damit eine Verknüpfung zwischen verfügbaren Bewertungen und Ihrer Website möglich ist, sollte Ihr Unternehmensname und die Adresse Ihrer Website auf den Bewertungsplattformen konsequent in selber Schreibweise angegeben werden. Hilfreich ist auch die Nutzung des Google Merchant Centers.

Welche Bewertungsplattformen nutzt Google?

An dieser Stelle verweise ich gerne auf die Internetkapitaene, die regelmäßig eine Übersicht geben, welche Bewertungsplattformen von Google verwendet werden.

Wie kann ich sehen, wie viele Bewertungen Google für meine Domain bereits gefunden hat?

Einen aktuellen Überblick, wie viele Bewertungen Google für Ihre Website gerade aggregiert hat, können Sie durch Anpassung folgender URL herausfinden: https://www.google.de/products/seller?zmi=IhreDomain.tld – Die Bewertungen von Amazon sind beispielsweise über https://www.google.de/products/seller?zmi=amazon.de aufrufbar.

Product Listing Ads

Direkte Bewerbung von Produkten in der Anzeige

Google AdWords Product Listing Ads Beispiel

Eine der spannensten Erweiterungsformate sind die Produkterweiterungen, die entweder nur von einem oder von verschiedenen Verkäufern kommen können. Um mit Produktdaten werben zu können, ist die Nutzung des Google Merchant Centers notwendig, in welchem die einzelnen Produktinformationen hinterlegt sind. Hilfreich ist es hierbei, den Feed möglichst gut zu optimieren.

Sitelinks

Zusätzliche Links in Google Anzeige

Durch die Anzeige von Sitelinks ist es möglich, wesentlich mehr Platz auf dem Bildschirm des Suchenden zu reservieren. Um Sitelinks anzeigen lassen zu können, muss in den Kampagneneinstellungen der Kampagnen-Typ auf „Alle Funktionen“ eingestellt werden. Die Sitelinks selbst werden auf Anzeigengruppen-Ebene erstellt und es ist möglich, bis zu zehn Sitelinks pro Anzeigengruppe zu definieren.

Aufgrund der Zeichenbegrenzung sollten Sie versuchen, möglichst knapp zu formulieren. Auch die Auswahl der Sitelinks sollte wohlüberlegt sein.

Standortinformationen

Standortinformationen in der Suche

Standortinformationen können entweder manuell eingetragen oder über ein bestehendes Google Places Konto an AdWords übertragen werden.

Ebenfalls auf Anzeigengruppen-Ebene können Sie Standortinformationen definieren.

Verknüpfung mit Google+

Ein Werbetreibender verweist auf seine Google+ Seite

Nicht nur Trust Agents ist auf Google+ unterwegs, sondern auch eine Vielzahl anderer Unternehmen. Um die Verbreitung des sozialen Netzwerks zu erhöhen, hat Google die Möglichkeit eingeräumt, das Google+ Profil in AdWords-Anzeigen darzustellen.

Bis vor wenigen Wochen war es möglich, durch einen exterem langen Namen der Google+ Seite auch einen sehr langen Namen in der AdWords-Anzeige darzustellen, der teilweise drei ganze Zeilen in Anspruch genommen hat. Diese Möglichkeit scheint es mittlerweile nicht mehr zu geben.

Signup zum Newsletter

Über die Newslettererweiterung Emaildaten abfragen

Die Möglichkeit, in der Google-Suche direkt die Option zum Newsletter-Signup zu gewähren, scheint noch nicht für alle Publisher verfügbar zu sein.

Click-To-Call Erweiterung

Click-to-Call Anzeige

Speziell für Mobile-Kampagnen kann es Sinn machen, dem Kunden direkt die Möglichkeit zu geben, bei Ihnen anzurufen. Click-to-Call Erweiterungen können über die Kampagneneinstellungen definiert werden.

Click-To-Download Erweiterung

Click To Download Erweiterung

Die Möglichkeit, Apps direkt auf einem Smartphone oder Tablet zu installieren ist eine interessante Erweiterung für App-Entwickler, die ihr Produkt über iTunes oder Google Play verfügbar machen. Die Anzeige wird dabei natürlich nur Nutzern gezeigt, die a) auf einem mobilen Gerät surfen und b) wenn die App für das Betriebssystem des Geräts verfügbar ist.

Die Click-To-download Erweiterung aktivieren Sie in den Kampagneneinstellungen.


Bitte bedenken Sie: Es gibt keine Garantie, dass eine oder gar mehrere Erweiterungen gleichzeitig angezeigt werden. Denn deren Erscheinen hängt immer von diversen Faktoren ab, beispielsweise vom gebotenen CPC und den um den Suchbegriff konkurrierenden Werbekunden.

Um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben, welche Anzeigenerweiterungen verfügbar sind, ist es lohnenswert, sowohl die Google-Hilfe zu konsultieren, die Seite zu Search Ads Innovations regelmäßig zu besuchen, als auch den Google-AdWords Blog in den Feedreader zu packen. Und natürlich hilft es auch, die Augen in der Google-Suche offen zu halten und zu schauen, welche Anzeigenerweiterungen von Konkurrenten und anderen Werbenden genutzt werden.

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Kommentare (3)

  • Patricia Antworten

    Die PLAs sind aber keine Erweiterung von den AdWords Anzeigen und auch nicht zu vergleichen mit den Produkterweiterungen. Die Produkterweiterungen werden zugehörig zu einer AdWords Anzeige ausgespielt während die PLAs separat davon ausgeliefert werden und auch am besten in einer separaten Kampagnen ausgesteuert werden. Auch kann man bei den Produkterweiterungen keinen Promotion Text einbinden während dies bei den PLAs möglich ist. Auch sind die Steuerungsmöglichkeiten der PLAs deutlich umfangreicher als die der Produkterweiterungen.
    Gemeinsam haben die beiden Formate nur, dass die Daten aus dem Daten Feed kommen.

  • Christian Baether Antworten

    Interessanter Artikel, die Bedingungen für die Anzeige der Seller Ratings wurden vor einiger Zeit geändert, so dass nun nur noch ein Schnitt von 3.5 erforderlich ist. Werden Sterne in den Anzeigen eingeblendet so erhöht sich die CTR um durchschnittlich 17% und somit erhöht sich auch die Qualtyscore.

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