Engagement und das Zusammenspiel von Content Marketing und Social Media in 2016

Ihr Content ist interessant, weckt die Emotionen seiner Leser und beinhaltet hilfreiche Tipps? So sollte es auch sein! Aber warum erzielt er dann trotzdem nicht die gewünschten Ziele? Die Antwort ist ganz einfach: Ihr Content erfüllt vermutlich nicht die Erwartungen Ihrer Leser hinsichtlich Interaktivität oder Darstellung auf den Endgeräten. Im Jahr 2016 fordern Nutzer von Unternehmen und Publishern mehr Engagement und eine noch übersichtlichere Aufbereitung der dargestellten Informationen.

Die 5 Regeln des Engagements

infografik-engagementNeben der Distribution der Content-Marketing-Inhalte über die verschiedenen sozialen Kanäle ist es für eine gute Performance bedeutsam, dass diese Inhalte auf den Endgeräten richtig dargestellt und somit auch gelesen werden können. Der Fokus liegt bei der Inhaltserstellung zukünftig außerdem immer stärker auf dem Engagement der Nutzer, das gut geführte Content Marketing Kampagnen mit sich bringen sollten. Weiß Ihr Leser also, was Sie mit einem Beitrag von ihm wollen?

Hinzu kommt, dass das Zusammenspiel von Multiscreening-Affinität und schneller Auffassungsgabe der Verbraucher zu einem Anstieg der Erwartungen an die (potenziellen) Inhalte führt. Das standardmäßige Posten eines Blogbeitrags über Facebook reizt die Leser schon lange nicht mehr. Zudem muss hierzu mit einem Klick auch noch das soziale Netzwerk verlassen werden, um auf dem Blog weiterlesen zu können. Für den Interessenten ein Klick zu viel! Was den Leser dort dann meistens erwartet, sind lange Blogbeiträge, die – im schlimmsten Fall – nicht für das mobile Endgerät optimiert sind.

Im Dezember 2015 hat Adobe hierzu eine Studie mit rund 12.000 Teilnehmern in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Japan, den USA und Australien durchgeführt. Anschließend hat Adobe die „5 Rules of Engagement“ in einer Infografik festgehalten.

 

Abbildung 1: Infografik zur Studie „The State of Content 2016“ von Adobe

Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir für Sie in 5 Regeln zusammengefasst:

Nr. 1 – Designs für Multiscreening

  • Von 5 möglichen Endgeräten (Smartphone, Tablet, Laptop, Desktop-Computer und Video-Gaming-Systemen) benutzen 83 % aller Befragten täglich 2,23 der angegebenen Endgeräte.
  • 65 % aller Teilnehmer ist es wichtig, dass Inhalte auf dem zurzeit genutzten Gerät gut dargestellt sind.
  • 45 % sei es zudem auch wichtig, dass der Inhalt auf verschiedenen Geräten gleichermaßen betrachtet und abgerufen werden kann.

Nr. 2 – Werden Sie und Ihre Inhalte nicht Opfer von TL;DR (Too long, didnt read)

  • 63 % aller Befragten bevorzugen kurze Stories über Trends und aktuelle Ereignisse gegenüber längeren und tiefergreifenden Artikeln.
  • Videoinhalte, welche mit erklärenden Textinhalten aufgearbeitet wurden, werden von 57 % aller Befragten gegenüber einem Artikel mit gleicher Thematik bevorzugt.

Nr. 3 – Machen Sie sich locker(er)

  • Humorvolle Inhalte machen, laut 70 % der Befragten, das Unternehmen nahbarer und menschlicher.
  • Weiterhin sagen 67 %, dass Unternehmen sich in Inhalten auf die Dinge konzentrieren sollten, in denen sie Experten sind, um authentisch zu wirken.

Nr. 4 – Vertrauen Sie auf die Beziehungen Ihrer Kunden

  • In Inhalte, die von Freunden oder Familienmitgliedern geteilt oder empfohlen werden, haben 63 % der Befragten mehr Vertrauen.
  • 24 % hingegen haben mehr Vertrauen in Inhalte und Meinungen, die von YouTube-Stars oder Social Influencern kommen.
  • Ganze 43 % vertrauen auf die Meinung und Inhalte von Unternehmen, deren Produkte sie gekauft haben. (Dies könnte besonders für das Remarketing interessant und ausschlaggebend sein.)

Nr. 5 – Don’t turn up out of the blue uninvited („Tauchen Sie nicht uneingeladen auf“)

  • 73 % der Befragten sind offen für Vorschläge oder Empfehlungen.
  • Dagegen fühlen sich 62 % jedoch in ihrer Privatsphäre bedrängt, wenn ihnen (Produkt-)Empfehlungen auf der Grundlage von Targeting-Daten ausgespielt werden.
  • Um vorgeschlagene Empfehlungen zu verbessern, sind immerhin 75 % dazu bereit, Informationen wie z. B. „den zuletzt gehörten Song“ preiszugeben.
  • Demgegenüber sind gerade einmal 13 % dazu bereit, persönliche Informationen wie Wohnort oder Geburtstag an einen Dritten weiterzureichen. (Dies sollte bei Lead-Kampagnen berücksichtigt werden – was brauche ich also konkret von meinem Kunden und was ist er bereit von sich preiszugeben?)

Die Daten in der von Adobe durchgeführten Studie können Ihnen und Ihrem Unternehmen dabei helfen, besser auf Kunden(wünsche) einzugehen, die Zielgruppe genauer zu identifizieren und auf dieser Grundlage besseren Content zu erstellen.

Eine neue Möglichkeit der interaktiven Aufbereitung von Inhalten bietet Facebook

Um ihr Content Marketing voranzutreiben und genügend Nutzer auf Ihre Webseite oder Ihren Shop zu bringen, müssen Sie Ihre Inhalte dort publizieren, wo sich Ihre Zielgruppe befindet – in den sozialen Kanälen. Mit steigenden Nutzerzahlen bieten diese das größte Potenzial, um Traffic für Ihre Seite zu akquirieren. Die sozialen Kanäle werden schon länger nicht mehr unterschätzt und bekommen von den meisten Unternehmen die verdiente Aufmerksamkeit. Besonders in der Anzeigenschaltung lässt sich in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg verzeichnen. Facebook Ads werden ständig optimiert und ausgebaut, sodass Werbekunden profitieren und immer mehr Kapital in das Social Advertising investieren.

Damit aber nicht nur die Produkte, sondern auch interessante Inhalte über Facebook in einem nutzerfreundlichen Umfeld präsentiert werden, hat Facebook im letzten Jahr „Facebook Canvas“ getestet und wird dieses Feature, laut dem „Product and Business Update – Week of january 12“, am 28.02.2016 global ausrollen.

Durch dieses Feature ist es möglich, Inhalte auf Facebook schnell, optimiert und vor allem individuell vorzustellen und noch näher an den Kunden heranzutragen. Sowohl Videos, Bilder als auch Text können in der Facebook Canvas („Leinwand“) dargestellt werden und bieten hiermit ein mobil optimiertes Erlebnis.

minion-canvasWelche Möglichkeiten es für Facebook Canvas gibt und wie diese aufbereitet werden können, finden Sie auf dem Blog von Thomas Hutter.

Durch diese Änderung wird es zukünftig noch wichtiger, auf die Verbreitung der im Content Marketing kreierten Inhalte zu achten – besonders was die sozialen Kanäle betrifft. Durch die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten ist es ohnehin schwierig, mit Inhalten zu bestehen, die sehr lange Ladezeiten aufweisen. Haben sich Nutzer an dieses neue Facebook-Format erst einmal gewöhnt, legen Sie wohl noch größeren Wert auf die Darstellung genutzter Inhalte.

 

Abbildung 2: Beispiel für Facebook Canvas der Facebook Seite „Minions“

Der herkömmlichen Landingpage wird dies sicherlich nicht den Rang ablaufen, da Facebook Canvas nur mobil verfügbar ist und auch nicht alle Features einer Landingpage abdeckt. Aus diesem Grund ist das Canvas Format (noch) nicht für Multiscreening-Aspekte geeignet. Dies wird sich sicherlich in den nächsten Jahren noch ändern, sodass Unternehmen mit Facebook als Werbepartner noch enger zusammenarbeiten werden (und vor allen Dingen müssen), um an die relevante Zielgruppe herantreten zu können.

 

Weiterführende Quellen:

http://www.nativemarketer.de/rules-of-engagement-studie-so-muss-content-marketing-2016-aussehen-1076/

Diesen Artikel teilen



Kommentar (1)

  • Julia Fricks Antworten

    Sehr hilfreicher Artikel,
    Vielen Dank
    Julia

Hinterlasse einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wir sind bekannt aus...

  • Werben und Verkaufen
  • Internet World Business
  • lead Digital
  • t3n
  • https://www.trustagents.de/wp-content/uploads/2016/07/5.png
  • Markt und Mittelstand
  • IHK
  • n-tv