Auswirkungen auf die Suche: Ein Blick auf das bald kommende Google Webmaster Tools Feature

Es rauscht bereits durch die SEO-Szene: Google arbeitet mit „Auswirkungen auf die Suche“ (Englisch: Search Impact Report) an einer Ablösung des Suchanfragenberichts der Google Webmaster Tools. Ob damit auch ein längerer Datenzeitraum kommen wird? Noch unklar, auf der Wunschliste vieler SEOs dürfte dies aber stehen.

Seitdem in Webanalyse-Tools einzelne Suchanfragen immer stärker als „not provided“ (hier die Hintergründe) auftauchen, hat der aktuelle Suchanfragenbericht der Google Webmaster Tools aus meiner Sicht für Suchmaschinenoptimierer an Bedeutung gewonnen. Denn dieser ist momentan für SEOs die einzige Quelle, die einen (detaillierten) Einblick in die Welt der Keywords der unbezahlten Suche liefert.

Also lasst uns zusammen einen detaillierten Blick auf die aktuelle alpha-Version des bald kommenden Features werfen – bis zur offiziellen Vorstellung wird sich aber mit Sicherheit noch einiges tun und einige Wochen ins Land ziehen.

Auswirkung auf die Suche Google Webmaster Tools

Im Vergleich zum Suchanfragenbericht fällt bei „Auswirkungen auf die Suche“ die komplett geänderte Darstellung auf. Während im Suchanfragenbericht direkt ein Chart die Impressionen und Klicks samt Keywords zeigt und der Filter eher klein gehalten war, liegt jetzt der Fokus auf den Dimensionen. Wofür die Dimensionen genutzt werden können? Dazu gleich mehr.

Neben den Dimensionen gibt es noch die sogenannten Metriken. Standardmäßig ist die Metrik „Klicks“ aktiv.

Die Dimensionen von „Auswirkungen auf die Suche“

Der neue Suchanfragenbericht unterteilt die Daten in sechs Dimensionen. Die einzelnen Dimensionen dienen als Filter und können miteinander kombiniert werden. Auch ein Vergleich ist in einzelnen Dimensionen möglich. So kann man sich beispielsweise anzeigen lassen, wie sich die Klickrate für ein Keyword bei verschiedenen Gerätetypen verhält. Eine sehr spannende Möglichkeit!

Folgende Dimensionen stehen zur Auswahl:

  • Zeitraum
  • Suchanfrage
  • Seite
  • Länder
  • Geräte
  • Suche

Schauen wir uns diese doch mal im Detail an.

Zeitraum

Als Zeitraum stehen aktuell weiterhin die letzten 90 Tage zur Auswahl zur Verfügung. Durch einen Klick auf den Auswahlpfeil kann man den Datenzeitraum anhand vorgegebener Intervalle einstellen oder den Zeitraum selbst wählen. Zudem besteht die Möglichkeit, Zeiträume zu vergleichen.

Suchanfragen

Ihr wollt wissen, für welche Keywords ihr rankt und Zugriffe erzielt? Unter Suchanfragen findet ihr die Antwort. Filtern kann man Suchanfragen nach „Übereinstimmung“. Zur Auswahl stehen „enthält“, „enthält nicht“ oder „ist“. Diesen Filter gibt es bereits im Suchanfragenbericht und er kann z.B. dazu verwendet werden, nur „Brand“- oder „Non-Brand“-Suchen anzuzeigen.

Seite

Auf welchen URLs ein Nutzer über die unbezahlte Google-Suche auf dem Webauftritt eingestiegen ist, wird über „Seite“ sichtbar. Auch hier stehen die Einschränkungsmöglichkeiten / Filterungen wie bei den Suchanfragen zur Verfügung.

Länder

Die Filteroption nach Ländern gibt es auch im aktuellen Suchanfragenbericht. Hier könnt ihr auswählen, ob nur Daten aufgrund von Rankings in einem bestimmten Land angezeigt werden sollen oder „weltweit“. Durch die Vergleichsoption ist es möglich, z.B. Deutschland mit Österreich zu vergleichen. Aktuell ist es nicht möglich, mehr als 2 Werte miteinander zu vergleichen.

Gerät

Unter Gerät stehen als Klassen Desktop, Tablet und Mobil zur Auswahl.

Suche

Standardmäßig ist Suche auf „Web“, also die „normale“ Suche von Google eingestellt. Hier kann z.B. nach Bildersuche oder Videosuche eingeschränkt werden. Zumindest dann, wenn man in diesem Suchen auch Impressionen erzielt hat.

Die Metriken von „Auswirkungen auf die Suche“

Jeder Dimension sind die vier folgenden Metriken zugewiesen. Standardmäßig ist dabei die Metrik „Klicks“ aktiv.

  • Klicks
  • Impressionen
  • Klickrate
  • Durchschnittliche Position

Bei den Metriken gibt es die Einschränkung, dass maximal zwei Metriken gleichzeitig aktiv sein können. Ob sich das noch ändert wird man sehen. Sofern das im Interface selbst nicht möglich ist, so wäre es eine gute Informationsquelle für die aktuell noch nicht vorhandenen Exporte.

Kleiner Hinweis: Wenn man zwischen Dimensionen hin- und herwechselt, so bleiben die vorher gewählten Metriken aktiv.

Ein Blick auf die Darstellung

Durch einen Klick auf Suchanfragen passiert das, was man vermuten würde: Einzelne Suchanfragen werden aufgelistet. Je nach aktivierter Dimension oder aktiviertem Vergleich, sieht die Darstellung entsprechend anders aus.

Hier die Standarddarstellung der Suchanfragen ohne Vergleich:

Unter Suchanfragen werden die einzelnen Keywords gelistet

Und hier nochmals mit Vergleich. Unterhalb der Dimension wird sichtbar, welche Einschränkung vorgenommen wurde.

Suchanfragenbericht mit aktiviertem Vergleich

Nach einem Klick auf dem Doppelpfeil werden die Daten als Filter übernommen.

Detailansicht eines Keywords mit aktiviertem Vergleich

Wenn man nun rausfinden möchte, welche URLs für das Keywords ranken, wechselt man zu „Seiten“.

Anzeige der rankenden URL in Auswirkungen auf die Suche

Durch einen Klick auf den Auswahlpfeil kann man die Dimensionseinschränkungen sehr schnell ändern oder löschen. So wäre es möglich, erst die rankende URL zu übernehmen (z.B. durch Klick auf den Doppelpfeil hinter der URL) und anschließend die Einschränkung nach dem Keyword zu entfernen. Folglich erscheint dann der zeitliche Vergleich der Keywords der gewählten URL.

Die rankenden Keywords der URL werden aufgelistet

Fazit zu Auswirkungen auf die Suche

In den letzten Tagen hat Google deutlich an der Usability des Search Impact Reports gearbeitet und die Daten werden jetzt auch wesentlich schneller angezeigt. Aktuell bleibt der große Kritikpunkt, dass der Datenzeitraum (noch) nicht verlängert wurde. Ob das bis zum offiziellen Launch noch kommt, bleibt abzuwarten.

In der gezeigten Version fehlen die Exportmöglichkeiten. Ich hoffe darauf, dass Google es in Zukunft erlaubt, Suchanfragen samt der für die Anfrage rankenden URLs gemeinsam in einem Export zu erhalten. Das bietet nämlich der aktuelle Suchanfragenbericht standardmäßig nicht.

Nach einigen Trial and Error-Versuchen lässt sich mit dem Feature sehr gut arbeiten. Aus Usability-Gesichtspunkten ist „Auswirkungen auf die Suche“ im Vergleich zum momentanen Suchanfragenbericht auf jeden Fall ein deutlicher Sprung nach vorne. Die Daten lassen sich wesentlich komfortabler anpassen und detaillierter untersuchen.

Ich bin gespannt, welche Änderungen in den nächsten Wochen noch kommen und wann das Feature für alle Google Webmaster Tools Nutzer verfügbar sein wird.

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